Rob Thomas

Rob Thomas Follow Portlet
News
23.03.2010
Gute Nachrichten für alle Rob Thomas- Fans: Am 09.04. wird der Sänger eine EP mit vier bisher unveröffentlichten Tracks herausbringen. Betitelt "Someday", wird die Sammlung neben ...
08.02.2010
Rob Thomas singt bei einer neuen Fassung des Welthit „We Are The World“ mit. Insgesamt  100 Musiker haben sich zusammengefunden, um den bekannten Charity-Hit zur Unterstützung ...
14.12.2009
Da geriet selbst der sonst so formulierungssichere Dave Letterman ins Straucheln: "Unser nächster Gast ist ein mit dem Grammy-Award ausgezeichneter ... Singer-Songrwriter...", ...
04.11.2009
Was man normalerweise so in den Toolbars des eigenen Computers hat: Wetter, Sportnews, Klatsch und Tratsch aus dem Showbusiness. Was man haben sollte, erst recht als Fan von Rob ...
24.08.2009
Rob Thomas , der als Frontmann der Band "Matchbox Twenty" und als Solokünstler beachtliche Erfolge feierte und feiert, steht in dem Interview "We Need To Talk" Rede und Antwort. ...
All news
Search

Reviews

Cradlesong

Rob Thomas 2009 Cover Album CradlesongSeit der Veröffentlichung von "Exile On Mainstream" 2007 – das zum Glück alles andere als der Offenbarungseid geworden ist, den der Titel befürchten ließ – ist es ruhig geworden um die alternativen Südstaatenrocker Matchbox Twenty. Lebenszeichen gibt es vor allem von Sänger Rob Thomas, der bereits 2005 in dem überaus erfolgreichen Solowerk "Something To Be" seine eigenen musikalischen Vorstellungen verwirklichte. Der Silberling bot eine abwechslungsreiche und experimentierfreudige Mischung aus kraftvollen Balladen (eindeutig Robs Stärke) und überraschend vielen rockigen Nummern, teils gitarrenlastig, teils sehr atmosphärisch.

Lange mussten wir warten, doch endlich folgt mit "Cradlesong" der zweite Streich. Vom Cover blickt uns der 37jährige, der übrigens auf der US-Basis in Landstuhl (bei Kaiserslautern) geboren wurde, recht erschrocken und unsicher entgegen – und das ganz ohne Grund, denn mit diesem Album sollte er seine Kritiker in Grund und Boden stampfen. Selten nahm mich ein Werk vom ersten Ton an so gefangen. "Her Diamonds" startet mit zarten Rhythmuselementen und verneigt sich ganz vor Robs stimmlichen Fähigkeiten. Ein eingängiger Refrain lässt den geneigten Hörer kaum stillsitzen. "Gasoline" kommt mit penetranten elektronischen Elementen daher, die man aber schnell vergisst, wenn der pianounterlegte Hymnus ertönt. Ein Song, für den ich einige Hördurchläufe brauchte, der dann aber um so mehr gewann.

"Give Me The Meltdown" gibt Rob Thomas Gelegenheit, mit seinen Vocals zu spielen und einen spannenden Parcours durch die Tonlagen zu fahren. Ein weiterer tanzbarer Kracher mit dezentem weiblichem Backgroundgesang. Zum Entspannen darf dann die wundervolle Pianoballade "Someday" herhalten. "Ich bin ein Typ, der Songs in seinem Kopf hört und sie niederschreiben muss, um sie los zu werden“, sagt der Songwriter selbst über sich. Klingt sehr nach Floskel, doch wenn man solche Songs hört, nimmt man ihm jedes Wort ab. Dabei geben sich Text und Melodie durchaus gegensätzlich. Der fröhliche Uptempo-Sound von "Mockingbird" will so gar nicht zu der Trennungsthematik passen, während das melancholische "Someday" in den Lyrics ein weitaus höheres Maß an Hoffnung bereithält.

Spannend finde ich die Symbiose aus elektronischer Verzerrung und akustisch anmutender Gitarre, die einen Song wie "Real World ‘09" so abgehen lässt. Das rockt unendlich – und hat trotz des seltsamen Titels nichts mit dem gleichnamigen Matchbox Twenty-Song gemein. Im Anschluss schleicht sich dann "Fire On The Mountain" sehr atmosphärisch in die Ohren und besticht durch eine filigrane Rhythmus-Sektion, die mit ihrem dynamischen Drumsound stark an schottisch-irischen Folkrock erinnert. "Hard On You" hingegen klingt sehr südländisch verspielt und bietet humorvolle Reggae-Anleihen. In meinen Ohren allerdings etwas zu viel des Guten.

Der Streifzug durch unterschiedlichste Emotionen setzt sich mit "Natural" fort, das eine düstere Stimmung erzeugt. Dann glänzt Rob Thomas gesanglich in "Snowblind" neben einer zu Beginn sehr dezenten Instrumentierung, die seine Ausnahmestimme einmal mehr betont. Die mit Bläsern unterlegte Gute-Laune-Nummer "Wonderful" liegt wieder nicht auf meiner Linie, doch im Anschluss folgt zur Entschädigung der Titeltrack als balladeskes Highlight, das voll ins Herz trifft. Der akustische Rausschmeißer "Getting Late" beendet ein Ausnahmewerk, mit dem sich der Solokünstler endgültig von seinen Band-Wurzeln freigeschwommen hat. Hoffen wir nur, dass beides in Zukunft Bestand haben kann. Für die Musikwelt wird es eine Bereicherung sein.

(Quelle: www.musicheadquarter.de)

 

Du musst dich einloggen oder registrieren um einen Kommentar zu verfassen.